Picasso befasste sich ab den 50er Jahren intensiv mit dem Linolschnitt und verhalf ihm damit zu einer Renaissance, nachdem er lange Jahre als vernachlässigte künstlerische Technik galt.
Der vorliegende Katalogband zu der vom Kunstmuseum Pablo Picasso Münster konzipierten Ausstellung beschreibt Picassos unkonventionellen Umgang mit dem Druckverfahren und erzählt die Geschichte des Linolschnitts ebenso wie die biografischen Rahmenbedingungen, unter denen der Künstler die Werke schuf.
Mit rund 100 Abbildungen führt der Band durch einen Bildkosmos aus Stierkampfszenen, mythologischen Darstellungen und Porträts. Zahlreiche Probe- und Zustandsdrucke belegen den experimentellen Umgang Picassos mit dem Medium des Linolschnitts. Die zwischen 1954 und 1968 entstandenen Werke dokumentieren vor allem das reife Schaffen des Spaniers und gleichzeitig atmen die Bilder die fast jugendliche Beschwingtheit eines Künstlers, der mit über 70 Jahren noch einmal „Lehrling“ in einer von ihm unerprobten Technik wurde.
Marc Chagall (1887-1985) ist als malender Träumer in die Kunstgeschichte eingegangen. In seinen farbenprächtigen Werken scheinen die Gesetze der Schwerkraft und der Logik aufgehoben zu sein. Wie kaum einem anderen Künstler gelingt es ihm, die Wirklichkeit in eine romantische Traumwelt zu verwandeln, in den Menschen und phantastische Wesen gemeinsam durch Bildräume schweben.
In Chagalls Werken herrscht keine Trennung zwischen dem Religiösen und dem Weltlichen. Der Künstler wuchs in der Tradition des Chassidismus auf, einer jüdischen Erweckungsbewegung. Nach der Lehre des Chassidismus gibt es nichts, worin Gott nicht ist. Die Bildwelten des Künstlers zeigen, wie selbstverständlich und virtuos Chagall die Menschlichkeit biblischer Geschichten und das Wundersame des Alltags miteinander verwob.
Der Ausstellungskatalog mit seinen Texten zu Zeichnungen und Grafiken, taucht tief in die phantastische Traumwelt des Künstlers ein und spürt zugleich seinen Inspirationsquellen in der realen Welt nach.
Die Freundschaft zwischen Jean Cocteau und Pablo Picasso gehört zu den Gründungsmythen der Kunst des 20. Jahrhunderts. 100 Jahre nach ihren Anfängen widmet sich das Picasso Museum in Münster dieser kaum einen Bereich der Kunst unberührt lassenden Welt des kreativen Miteinanders in den Ateliers, Cafés und auf den Bühnen des Montparnasse.
Vielbegabt und einander herausfordernd: Mit Picasso und Cocteau trafen sich zwei durch und durch komplementäre Künstlernaturen, der eine von unbändiger bildnerischer Energie, poetisch reflektierend der andere. Es sind diese beiden Künstler, die mit ihrem Sinn für das Magische im Realen den Gegenpol zu den Surrealisten bildeten. In Dichtung, Tanz, Bühne, Bild, Zeichnung, Grafik, Keramik, Plastik, Film, Buchgestaltung und oft in gemeinsamen Projekten lebten sie ihr gestaltendes Weltverständnis aus.
Der Katalog nimmt anschaulich und repräsentativ diese Themenvielfalt auf und öffnet dafür die Schätze einer exquisiten Privatsammlung.
Seit Neuestem beherbergt das Kunstmuseum Pablo Picasso die größte Matisse-Sammlung Deutschlands, die zuvor 60 Jahre lang in einem Pariser Banksafe der Matisse-Erbengemeinschaft lagerte.
Insgesamt 121 Werke decken alle Ausdrucksmöglichkeiten im Schaffen des großen Meisters der klassischen Moderne ab, darunter Holzschnitte, Lithografien, Radierungen, Linolschnitte und Aquatinten. Die Grafiken dokumentieren rund 50 Schaffensjahre von Matisse: vom frühesten Blatt von 1906 bis zum spätesten aus dem Jahr 1952, ergänzt um zehn Malerbücher des Künstlers.
In der Publikation stehen die Arbeitsweise und der Werkprozess im Mittelpunkt. Neben den Werken auf Papier werden Gemälde, Skulpturen, ein Scherenschnitt und Tapisserien aus internationalen Museen und Privatsammlungen präsentiert.
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