Marc Chagall (1887-1985) ist als malender Träumer in die Kunstgeschichte eingegangen. In seinen farbenprächtigen Werken scheinen die Gesetze der Schwerkraft und der Logik aufgehoben zu sein. Wie kaum einem anderen Künstler gelingt es ihm, die Wirklichkeit in eine romantische Traumwelt zu verwandeln, in den Menschen und phantastische Wesen gemeinsam durch Bildräume schweben.
In Chagalls Werken herrscht keine Trennung zwischen dem Religiösen und dem Weltlichen. Der Künstler wuchs in der Tradition des Chassidismus auf, einer jüdischen Erweckungsbewegung. Nach der Lehre des Chassidismus gibt es nichts, worin Gott nicht ist. Die Bildwelten des Künstlers zeigen, wie selbstverständlich und virtuos Chagall die Menschlichkeit biblischer Geschichten und das Wundersame des Alltags miteinander verwob.
Der Ausstellungskatalog mit seinen Texten zu Zeichnungen und Grafiken, taucht tief in die phantastische Traumwelt des Künstlers ein und spürt zugleich seinen Inspirationsquellen in der realen Welt nach.
Wertvolle Stoffe und farbenfrohe Muster, atemberaubende Gewänder, Teppiche und Gebrauchsgegenstände des Vorderen Orients zogen Henri Matisse (1869–1954) in ihren Bann. Wiederholt besuchte der Künstler Algerien und Marokko.
Er inszenierte seine Reisesouvenirs im Atelier zu einer fantastischen Bildwelt, die ihm als künstlerische Inspirationsquelle diente. Das Zusammenspiel von Figur und Ornament bestimmt die Darstellung der Odalisken, jener Haremsdamen in ihren Gemächern oder die von lockeren Stoffen umspielten weiblichen Akte. Das Ornament fungiert keineswegs nur als Dekoration, sondern als zentraler Bestandteil von Matisse‘ Bildlogik.
Der Band vereint hochkarätige Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken, gibt Einblicke ins Atelier und spannt einen Bogen von den frühen 1920er- bis in die späten 1940er-Jahre.
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